Süßwasserpolypen - klein, aber mit großen Fähigkeiten


Als Süsswasserpolypen werden die Arten der Gattung Hydra bezeichnet und sie gehören zum Stamm der Hohltiere. Sie sind kleine, eher unscheinbare Lebewesen und deshalb auf den ersten Blick nicht leicht zu erkennen. Oder findet ihr auf dem obigen Bild ein Tier?

Wenn wir das Foto ein wenig vergrößern, dann kommt folgendes zum Vorschein:
Es sieht aus wie ein kurzer milchig bräunlicher Schlauch, der sich in viele kleine Äste verzweigt. Laien mögen meinen, dass das gar kein Tier ist.
Bei den Ästen handelt es sich um die Tentakeln und der bräunliche Schlauch ist der Körpersack. Dieser haftet mit Hilfe der Fußscheibe an der Unterlage, in diesem Fall an einer Wasserpflanze. Zwischen den Tentakeln befindet sich eine Öffnung, die Mundöffnung. Sie dient sowohl der Nahrungsaufnahme als auch zum Ausscheiden von unverdaulichen Resten.
Die Nahrung der Süßwasserpolypen besteht aus Wasserflöhen, kleinen Krebsen und anderen im Wasser lebenden Tieren, die die Größe der Polypen selbst nicht übertreffen. Bevor es aber zur Aufnahme der Nahrung kommen kann, muss ein passendes Beutetier vorher an eine der langen und dünnen Tentakeln gelangt sein. Die Berührung führt zur Explosion von bestimmten Zellen, die sich in der äußeren Zellschicht befinden. Bei den Zellen handelt es sich um Nesselkapseln (als Nematocyten bezeichnet).

Es gibt 3 Haupttypen von diesen Zellen, das sind die Durchschlagskapseln, die Wickelkapseln und die Klebkapseln, wobei letztere sich vor allem an der Fusscheibe befinden. Die Durchschlagskapseln sind die schnellsten Zellen überhaupt und reagieren auf mechanische Reize mit einer explosionsartigen Antwort. Ein Nesselfaden wird dabei binnen einer Zehntausendstel Sekunde ausgeschleudert und er enthält Gift, welches die Beute oder auch mögliche Angreifer lähmt. Bemerkenswerterweise sind etwa zwei Drittel aller Zellen von Hydra reife bzw. reifende Nesselkapseln.
Ist die Beute einmal fest an einem Tentakel hängen geblieben und kann sich durch das injezierte Gift kaum noch wehren, so wird sie von den Tentakeln in Richtung Mundöffnung gebracht. Von dort gelangt sie in das Innere des Polypen und wird im Körpersack enzymatisch verdaut.


Polypen haben ja keine Beine, sie können sich aber trotzdem fortbewegen. Dies kann auf folgende etwas kuriose Art und Weise geschehen: die Mundöffnung wird auf eine Seite der Fussscheibe an den Untergrund angeheftet, indem der Körpersack sich krümmt. Danach wird die Fussscheibe vom Untergrund gelöst und auf der anderen Seite der Mundöffnung in einiger Entfernung wieder festgeheftet. Schließlich wird die Mundöffnung wieder vom Untergrund gelöst. Damit hat der Polyp einen vollständigen Salto durchgeführt. Dies ist die eine Art der Fortbewegung.
Die andere Art wäre der Fortbewegung einer Raupe ähnlich, wobei hier auch die Mundöffnung etwas entfernt von der Fussscheibe an den Untergrund angeheftet wird, aber die Fussscheibe nicht auf der anderen Seite sondern im kürzerem Abstand zur Mundöffnung wieder an den Untergrund sich festheftet.



Süßwasserpolypen sind in der Lage sich geschlechtlich und ungeschlechtlich fortzupflanzen. Letzteres geschieht dann durch einfache Knospung, wobei sich am Stiel des Mutterpolypen erst eine kleine Beule bildet und daraus sich ein kleiner junger Polyp entwickelt. Auf dem nebenstehenden Foto ist deutlich der junge Polyp in der Mitte des Körpersackes des Mutterpolypen zu erkennen. Es kommt vor, dass der junge Polyp auch im ausgewachsenem Stadium noch auf dem Mutterpolyp sitzen bleibt. Andernfalls bewegt er sich mittels Salto- oder raupenartiger Bewegung fort zu einem eigenen Standort.


Es sollte auch erwähnt werden, dass Süßwasserpolypen eine sehr spezielle Regenerationsfähigkeit besitzen. Ein winziger Teil eines Polypen reicht aus, dass sich daraus ein vollständiger neuer Polyp entwickelt. Das ist durch die sogenannten interstitielle Zellen möglich, das sind Stammzellen mit unbegrenzter Teilungsfähigkeit. Aus diesen Zellen können sich die verschiedenen Zellen (wie z. B. Nerven-, Sinnes-, Keim- und Nesselzellen) bilden, aus denen ein Polyp aufgebaut ist.



Quellen: Zoologievorlesung FSU

Kommentare:

  1. Ein sehr nützlicher Text. !Danke! Hat mir sehr geholfen. Es ist kurz und sehr präzise. Feinfach eine geniale Zusammenfassung!

    Danke,Danke,Danke

    DiZet

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    1. genial der meinung bin ich auch !! lg natalie

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  2. guter Text gruss ...

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    1. super infomativer text!!!:-)

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  3. hilft uns super beim referat!!!!!!!
    Danke
    Super Text!!!!=)

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  4. der text wird mir bei meinem referat sicher helfen. ;DDD
    dankeschöön <3

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  5. Endlich mal n Text den ich auch versteh! Wahh ich hasse Bio!

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  6. Ja echt super Text. hilf mir auch sehr beim Referat ;) stehen sogar Begriffe drin die nicht in Wikipedia stehen

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  7. Schwer zu verstehen aber Egal☺☻ XD

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  8. Danke hat mir echt geholfen bei ne Hausaufgabe danke danke

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  9. franzi hat sehr viel geholfen
    xxx

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  10. klasse text! viele dank

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  11. Super Text, hat mir sehr viel weitergeholfen!

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  12. wirklich hilfreich!!!!!!!!!!!!!

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  13. Der Text ist echt super formuliert

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  15. Das ist ein sehr guter und informativer Text :)

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  16. supper text perfekt für den Biounterricht

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